Zum Inhalt springen (Eingabetaste drücken)
Hauptstadt des Roten Kreuzes

Von Rikke Steenbech

Nach Birgittes Scheidung war sie mit ihrer damals zwölfjährigen Tochter allein. Es war eine enorme Belastung, jeden Abend ein selbstgekochtes Abendessen zuzubereiten und gleichzeitig ihrer Arbeit als Buchhalterin nachzugehen.

Im Rückblick wünscht sie sich, es hätte jemanden gegeben, der ihr diese Last hätte abnehmen können. Und genau deshalb engagierte sie sich ehrenamtlich bei Good Start in Life.

– Als ich den Beitrag über einen guten Start ins Leben sah, dachte ich: Wenn ich jemandem einmal pro Woche etwas Luft verschaffen kann, möchte ich das gerne tun. Denn ich selbst brauchte damals dringend Luft zum Atmen, als ich ganz allein damit war, sagt Birgitte.

Als sie vor knapp einem Jahr den Job wechselte und dadurch plötzlich viel Reisezeit sparte, fühlte es sich an, als sei der richtige Zeitpunkt gekommen.

– Dann dachte ich, es sei an der Zeit, den Schritt zu wagen und etwas für jemand anderen zu tun.

Ehrenamtliche Helfer geben frischgebackenen Eltern Sicherheit und Unterstützung.

Bei „God start på lieft“ unterstützen Freiwillige junge Eltern in schwierigen Lebenslagen. Sie bieten ihnen Beratung und Unterstützung, damit sie ihrem Kind einen ruhigen Alltag ermöglichen und in ihrer Elternrolle Sicherheit finden können.

Seit etwa sechs Monaten arbeitet Birgitte mit einer alleinerziehenden Mutter und ihrem einjährigen Sohn zusammen. Jeden Mittwoch nach der Arbeit fährt Birgitte mit dem Fahrrad zu der Familie und hilft ihr ein paar Stunden. Fest steht nur der Wochentag – wie viel Hilfe sie leistet, richtet sich nach den Bedürfnissen der Mutter an diesem Tag.

– Manchmal lenke ich den Jungen zwei Stunden lang ab, damit sie staubsaugen oder Rechnungen bezahlen kann. Manchmal muss sie auch mit mir reden, um Dinge loszuwerden, die ihr schwerfallen. Weil man dafür viele kleine Teile braucht, fragt sie mich manchmal auch nach Tipps, sagt Birgitte und fährt fort:

Es geht darum, ihr zwei Stunden Ruhe zu gönnen, was gar nicht so einfach ist, wenn man ein einjähriges Kind auf dem Arm hat, das ständig Aufmerksamkeit fordert. Es geht darum, ihr das Gefühl zu geben, dass da jemand ist, dem sie all die Dinge anvertrauen kann, die man als alleinerziehende Mutter sonst vielleicht für sich behält.


Will mit dem glänzenden Bild der Mutterrolle brechen

 Als Birgitte sich freiwillig meldete, stellte sie sich vor, dass die Bürger, denen sie helfen würde, sehr schutzbedürftig sein würden. Doch ihre Helferin ist gut ausgebildet und berufstätig – das hat ihr bestätigt, dass die Rolle der Mutter jeden überraschen kann.

Sie stellt fest, dass dies damit zusammenhängt, dass es schwierig ist, dem perfekten Mutterbild gerecht zu werden, das unter anderem durch soziale Medien mitgeprägt wird. Deshalb hält sie es für wichtig, mit diesem idealisierten Mutterbild zu brechen und ihren Bürgerinnen und Bürgern das Gefühl zu geben, dass sie richtig handeln, auch wenn es nicht dem entspricht, was man auf Instagram sieht.

– Es ist wichtig zu erwähnen: Meine Tochter hat auch schon mehrmals Roggenbrot zum Abendessen gegessen, weil ich nichts anderes vertragen habe. Wir sind ganz normale Leute, also vergessen Sie dieses Hochglanzbild – dem kann sowieso niemand gerecht werden. Menschen aus allen Gesellschaftsschichten können damit Schwierigkeiten haben, sagt Birgitte.

Familien auf den richtigen Weg bringen

Als Birgitte wieder nach Hause fährt, hat sie ein reines Gewissen. Sie weiß, dass ihre Bewohnerin im Alltag etwas mehr Energie gewonnen hat und die anstehenden Aufgaben erledigt hat.

– Ich weiß aus eigener Erfahrung, dass ich, obwohl meine Tochter schon zwölf war, in den nächsten Tagen jemanden brauchte, der bei ihr blieb, während ich kochte. Ich weiß also, dass ich ihr Aufmerksamkeit geschenkt habe, und ich merke, wie sie ihren Mut und ihre Kraft zurückgewinnt, wenn ich wieder laufen kann, sagt Birgitte.

Als Freiwilliger bei Good Start in Life engagieren Sie sich jeweils sechs Monate lang für eine Familie. Gegen Ende des Einsatzes beurteilen Sie gemeinsam mit dem Projektleiter die Situation der Familie.

Laut Birgitte ist es in manchen Fällen sinnvoll, die Familie weiterhin zu betreuen, da die Freiwillige feststellt, dass die Familie noch Unterstützung benötigt, um den richtigen Weg einzuschlagen. In anderen Fällen werden nach sechs Monaten ein Überblick und eine Struktur geschaffen, sodass die Freiwillige einer neuen Familie helfen kann.

Falls Sie darüber nachdenken, sich bei Good Start in Life ehrenamtlich zu engagieren, ist die Botschaft von Birgitte eindeutig:

Man muss sich einfach darauf einlassen und es versuchen, denn manche Leute finden es einfach fantastisch, wenn man ihnen für eine Weile Ruhe und Entspannung bietet. Natürlich bringt man sich selbst ein, aber es ist auch ein gutes Gefühl zu wissen, dass man einem anderen Menschen geholfen hat.

BRUGHJETET-BLIVVOLUNTEER Logo

Möchten Sie sich ehrenamtlich engagieren?

Rufen Sie uns an unter Tel. 60 10 00 63

Das Telefon ist geöffnet:

Montag, 17.00:20.00 – XNUMX:XNUMX Uhr

Mittwoch um 15.00 - 18.00 Uhr

Donnerstag um 15.00 - 18.00 Uhr

Sie können uns auch schreiben an rkh.frivillig@rodekors.dk